Wieso haben Sie sich damals für Ihr Studienfach entschieden?
Ich habe mich für RePIC entschieden, weil der Studiengang genau die Themen zusammenbringt, die mir wirklich am Herzen liegen: nachhaltige Stadtentwicklung, soziale Gerechtigkeit und Gestaltung im urbanen Raum. In den letzten Jahren habe ich als multidisziplinäre Designerin gearbeitet – von Interior über Produkt bis zu UX-Design – und dabei gemerkt, wie stark mich die sozialen und räumlichen Herausforderungen unserer Städte faszinieren. RePIC fühlt sich für mich wie der logische nächste Schritt an, um dieses Interesse weiter zu vertiefen und konkrete Veränderungen mitzugestalten.
An welchen Stellen haben sich die Erwartungen an Ihr Studienfach erfüllt, an welchen nicht?
RePIC ist ein Studiengang, der einem unglaublich viele Möglichkeiten bietet – aber es hängt stark davon ab, was man selbst daraus macht. Es ist viel Eigeninitiative gefragt, sowohl inhaltlich als auch organisatorisch. Am Anfang hatte ich gehofft, dass wir näher an politische oder stadtplanerische Entscheidungsträger*innen herankommen würden, um direkte Veränderungen mitzugestalten. Diese Nähe bleibt oft theoretisch – trotzdem bin ich sehr dankbar für das, was ich bisher gelernt habe. Gerade weil vieles nicht vorgegeben ist, lernt man, sich selbst zu positionieren, Themen zu setzen und Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen.
Was macht Ihnen in Ihrem Fach am meisten Spaß?
Am meisten Freude macht mir der Austausch mit den Menschen im Programm – sowohl mit den Kommiliton*innen als auch mit den Lehrenden. Ich habe hier inspirierende Persönlichkeiten kennengelernt, mit denen ich eine gemeinsame Vision für eine bessere Zukunft teile – oder mit denen ich in den Dialog darüber gehe, warum wir unterschiedliche Perspektiven haben. Gerade diese Gespräche empfinde ich als besonders bereichernd, weil sie meinen Horizont erweitern. Jede Person bringt ihre eigene Geschichte, Fachkenntnis und Stärke mit, und genau das macht das Lernen im RePIC-Kontext so spannend für mich.
Was war bisher die größte Herausforderung?
Neben der Umstellung vom Beruf ins Studium und der intensiven Auseinandersetzung mit Theorie war auch das Navigieren durch bürokratische Hürden eine Herausforderung, die mich in den ersten Monaten begleitet hat. Zum Glück konnte ich auf Unterstützung zählen, aber es hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, mit solchen Schwierigkeiten umzugehen und sich nicht entmutigen zu lassen.
Was wollen Sie einmal damit werden?
Mit dem RePIC-Master möchte ich mich auf Placemaking, Co-Creation und partizipative Stadtplanung konzentrieren. Mein Ziel ist es, Städte zu gestalten, die den Bedürfnissen ihrer Bewohner gerecht werden, ganz im Sinne des feministischen Urbanismus. Ich möchte später an Projekten arbeiten, die Raum für Communities schaffen und diese aktiv in die Gestaltung ihrer Umgebung einbeziehen. Dabei wird sich mit der Zeit immer klarer herauskristallisieren, in welche Richtung ich mich entwickeln möchte – je mehr ich in das Fach eindringe, desto mehr Möglichkeiten eröffnen sich.
Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, Ihr Fach zu studieren?
Mein Tipp wäre, dass RePIC viel Eigeninitiative erfordert. Man muss bereit sein, sich selbstständig mit den Themen auseinanderzusetzen und Verantwortung für seine eigene Lernentwicklung zu übernehmen. Das Programm bietet eine einzigartige Chance, sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln, aber es ist wichtig, aktiv und selbstmotiviert zu bleiben, um das Beste daraus zu machen.
Steckbrief
Abschluss
Master of Science
Beginn
Wintersemester
Dauer
4 Semester
Unterrichtssprache
Englisch
Kosten
9000 Euro
Zulassung
Zulassungsfrei, RUB-Externe Bewerbung
Infos zur Einschreibung/Bewerbung für deutsche Bewerber*innen
man sich mit den drängenden Fragen der Transformation postindustrieller Städte zu Nachhaltigkeit und Resilienz auseinandersetzt und einen gemeinsamen Masterabschluss aller acht Partneruniversitäten erhält.