Latein

André Glade

Es macht mir Spaß mich kreativ mit den mir bereitgestellten Mitteln aus der Lateindidaktik auszuprobieren.

André Glade  – M.Ed.
André Glade

Wieso haben Sie sich damals für Ihr Studienfach entschieden?

Ich wollte im Leben mit Sprache und Menschen arbeiten, da dies meinen Neigungen, Fähigkeiten und Interessen am ehesten entspricht und ich darin einen sinnvollen Beitrag zur Mitgestaltung der Gesellschaft sehe. Nach mehreren Praktika in verschiedenen dazu passenden Berufsfeldern (Logopädie, Journalismus, Lehramt) habe ich mich für Latein als eines meiner beiden Fächer entschieden, weil ich dort auf meinen späteren Beruf als Lateinlehrer vorbereitet werde, wo ich Kinder und Jugendliche gleich welcher Herkunft auf kreative Weise das Zeitlose, sei es sprachlich oder kulturell, in der römischen Antike entdecken lassen kann.

An welchen Stellen haben sich die Erwartungen an Ihr Studienfach erfüllt, an welchen nicht?

Meine Erwartungen haben sich insbesondere bei der Planung und Durchführung vom Lateinunterricht sowie der fachlich-didaktischen Analyse von Unterrichtsmaterial erfüllt.
Da es keine spürbaren Diskrepanzen zwischen den transparenten Beschreibungen aus dem Modulhandbuch und der tatsächlichen Studienpraxis gibt, sehe ich keine nicht erfüllten Erwartungen bei mir.

Was macht Ihnen in Ihrem Fach am meisten Spaß?

Mich kreativ mit den mir bereitgestellten Mitteln aus der Lateindidaktik auszuprobieren und dabei aber gleichzeitig immer genug fachlich-didaktische Orientierung zu haben, um jetzt und auch später meinen eigenen Weg zu gehen, ohne von ihm abzukommen.

Was war bisher die größte Herausforderung?

Innerhalb von zwei Stunden händisch ein Arbeitsblatt auf der Grundlage eines lateinischen Originaltextes herzustellen.

Was wollen Sie einmal damit werden?

Unter anderem Lehrkraft für das Fach Latein an einem Gymnasium oder einer Gesamtschule.

Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, Ihr Fach zu studieren?

Im Laufe des Studiums Hürden als Entwicklungspotential zu betrachten, alle Hilfe sinnvoll für die eigene Professionalisierung nutzbar zu machen und mit Freude und Zuversicht seiner individuellen Version eines Lateinlehrers entgegenzufiebern.

Meine Erwartungen an mein Studienfach wurden rückblickend vielleicht sogar übertroffen.

Jessica Schneider  – Master of Education

Wieso haben Sie sich damals für Ihr Studienfach entschieden?

Schon in der Schule zählte Latein zu meinen Lieblingsunterrichtsfächern. Ich war fasziniert von der Geschichte der alten Römer und war sehr traurig, als meine Beschäftigung mit dem Fach nach der (damals noch) 11ten Klasse ein jähes Ende fand. Bereits damals stand für mich fest, dass ich mich nach meinem Abitur in diesem Bereich weiterbilden möchte. Da ich auch früher schon gerne Nachhilfe gegeben habe und im Allgemeinen gerne mit Menschen zu tun habe, stand auch recht bald für mich die Richtung meines Studiums (Lehramt bzw. Master of Education) fest.

Natürlich trifft man vor Aufnahme seines Studiums auf Menschen, die diese Entscheidung für absolut wahnsinnig halten und sich fragen, worin denn der Mehrwert des Erlernens von alten Sprachen liegt. Ich habe solchen Leuten immer entgegengehalten, dass man etwas tun muss, woran man wirklich Spaß hat. Außerdem ist und bleibt Latein die „Wiege unserer Kultur“.

An welchen Stellen haben sich die Erwartungen an Ihr Studienfach erfüllt, an welchen nicht?

Meine Erwartungen an mein Studienfach wurden rückblickend vielleicht sogar übertroffen. Das Studium der Klassischen Philologie an der Ruhr-Universität Bochum ist ein „hartes Brot“ aber es lohnt sich. Das Seminar bietet ein recht breitgefächertes Angebot an und die Kurse finden auf einem sehr hohen Niveau statt, was natürlich mit dem Lateinunterricht in der Schule nicht vergleichbar ist. So dauerte es zu Beginn meines Studiums eine Zeit bis ich mich wirklich in das System eingegliedert und verstanden hatte, worum es wirklich ging: Nicht nur Latein zu übersetzen, sondern die Kunst dieser Sprache zu erkennen, zu verstehen und zu interpretieren. Dennoch könnte das Angebot in manchen Bereichen noch größer ausfallen; dass dies nicht geschieht, liegt aber in der Ermangelung weiterer Mittel und nicht in der Schuld der Dozenten. Unser Seminar ist sehr klein, was der an den Universitäten häufig bemängelten Anonymisierung entgegenwirkt. Hier ist man nicht nur eine Nummer. Ich habe dies immer als sehr familiär empfunden und keinesfalls als Nachteil. Für Probleme und Anmerkungen sowie Verbesserungsvorschläge hat jeder einzelne der Dozenten ein offenes Ohr. Auch bei Problemen kann man jederzeit um Rat fragen. Insofern haben sich nicht nur fachlich sondern auch organisatorisch meine Erwartungen an mein Studienfach erfüllt.

Besonders in der Fachdidaktik erfährt man im Master of Education sehr viel Unterstützung, so dass neben der Fachwissenschaft auch dieses Gebiet nicht weniger große Beachtung findet.

Was macht Ihnen in Ihrem Fach am meisten Spaß?

Natürlich die Beschäftigung mit der alten Sprache, die steht im absoluten Mittelpunkt meines Studiums. Die Liebe zum Fach hat sich über die Semester gefestigt. Die Unterstützung der Dozenten ist sehr groß und auch die Kommunikation funktioniert reibungslos. Darüber hinaus habe ich gerade in Latein wahnsinnig guten Anschluss zu meinen Kommilitonen gefunden, wodurch echte Freundschaften entstanden sind. Die Fachschaft hält immer zusammen und organisiert tolle Aktivitäten, bei denen man sich austauschen kann und auch mal Probleme löst. Solche Erfahrungen habe ich bis heute in keinem anderen Fach machen können. Dies ist sicherlich auch der Größe unseres Seminars zu verdanken.

Was war bisher die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung waren die ersten beiden Semester meines Bachelor-Studiums. Das Einfinden in die neuen Anforderungen und das Auffrischen meines Lateins hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Wenn man aber etwas wirklich will und es nicht nur aufgrund guter Berufschancen studiert, sollte man sich dafür Zeit nehmen. Die Aufgabe, mich selbst zu disziplinieren war sicherlich nicht die einfachste in meinem Studium. Allerdings kann ich heute von mir behaupten, dass ich sehr zielstrebig und organisiert an andere Aufgaben gehe, die mir entgegengebracht werden. In anderen Fächern und auch in meinem Zweitfach war eine solch starke Selbstdisziplinierung nicht nötig, um gut durch sein Studium zu kommen. Auch, dass so manches Wochenende mit Latein-Lernen verbracht wurde, statt das gute Wetter zu nutzen, musste ich erst einmal mit mir vereinbaren.

Nachdem man den Bachelor in der Klassischen Philologie absolviert hat, kann man jedoch frohen Mutes in den Master of Education übergehen. Hier musste ich mich nur einer großen Herausforderung stellen, die sich aber ebenso sehr schnell zu einer Leidenschaft entwickelte. Denn nach der fachwissenschaftlichen Ausbildung, die man bis dahin erfahren hat, kommt dann die fachdidaktische Ausbildung hinzu. Die größte Herausforderung ist und bleibt jedoch die Abschlussprüfung. Ich denke, dies ist aber in jedem Fach so zu bewerten.

Was wollen Sie einmal damit werden?

Nach dem fachwissenschaftlich-orientierten Studium und meiner Zeit als Hilfskraft am Seminar könnte ich mir vorstellen, später an der Universität zu bleiben um zu forschen und mich dort intensiv weiter mit der Lateinischen Sprache zu beschäftigen. Daher habe ich mir in meinem Master beide Wege offen gehalten und den Master of Arts und Master of Education parallel studiert. Allerdings habe ich in meinem Master of Education-Studium bemerkt, dass es mich doch mehr an die Schule zieht. Der Umgang mit Jüngeren und das Vermitteln und Begeistern für diese wirklich faszinierende Sprache reizt mich, weshalb ich nun, nach Abschluss meines Studium, den Beruf als Lehrerin für Latein und Philosophie anstrebe.

Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, Ihr Fach zu studieren?

Wichtig ist, dass man sich wirklich im Klaren darüber ist, dass das Lateinstudium eine Menge Zeit, Fleiß und Disziplin erfordert. Wer Latein nur studiert, weil er glaubt, damit gute Jobaussichten zu haben, ist in diesem Fach einfach falsch. Es bedarf einer gewissen Leidenschaft für alte Sprachen und auch eines eisernen Willens, sein Studium wirklich durchzuziehen. Allen, die eben diese Leidenschaft für das Fach empfinden, möchte ich mit auf den Weg geben, sich nicht durch Bekannte - oder die bspw. momentan erneut entfachte Diskussion um den Nutzen Lateins - entmutigen zu lassen. Wenn man etwas wirklich will und es jemandem Freude bereitet, sollte man es angehen. Lasst euch von niemandem erzählen, dass ihr Freaks oder „unnormale“ Menschen seid, weil ihr ein solches Studium anstrebt. Ich kann aus meiner Erfahrung nur sagen, dass ich während meines Lateinstudiums tolle und ganz „normale“ Menschen kennengelernt habe, die ich in meinem Leben nicht missen möchte (naja, ein bisschen positiv verrückt sind sie schon, aber wer ist das nicht ;)).

Studiengänge in diesem Fach

Ur- und Frühgeschichte

  • Mit welchen wissenschaftlichen Methoden erschließt die Archäologie die materielle Hinterlassenschaft vergangener Kulturen?
  • Wie können Objekte und Monumente vergangener Kulturen analysiert und kulturhistorisch eingeordnet werden?
  • Welche Funktionen haben Objekte und Monumente in ihren jeweiligen Kulturen, und welche Rückschlüsse auf diese Kulturen und ihre Gesellschaften lassen sie zu?
  • Wie werden vergangene Kulturen erforscht und analysiert?

Studiengänge in diesem Fach

Medieval and Renaissance Studies

  • Mit welchen Methoden arbeiten die Mediävistik und die Frühneuzeitforschung?
  • Was für aktuelle Forschungskontroversen gibt es in der Mediävistik und der Frühneuzeitforschung?
  • Mit welchen Quellen beschäftigen sich die Mediävistik und die Frühneuzeitforschung?
  • Wie arbeiten verschiedene mediävistische und frühneuzeitliche Fachbereiche interdisziplinär zusammen?
  • Wie kann (mittelalterliche und frühneuzeitliche) Geschichte re- und dekonstruiert werden und welche Gegenwartsbedeutung hat die Mediävistik (z.B. in kulturgeschichtlicher Perspektive?)

Studiengänge in diesem Fach

Geschichte

  • Woher wissen wir etwas über historische Ereignisse? Wie werden historische Ereignisse heute bewertet? Inwieweit kann diese Rezeption etwas über aktuelle Gesellschaften aussagen?
  • Was ist überhaupt Geschichte? Wer schreibt oder erzählt Geschichte und ist das, was wir aus Quellen und Geschichtsbüchern kennen, tatsächlich so gewesen?
  • Was ist Erinnerungskultur, was ein kollektives Gedächtnis? Brauchen wir Denkmäler?
  • Warum ist der Erste Kreuzzug im 21. Jahrhundert noch von Bedeutung?
  • Inwieweit kann das Benennen von Straßen oder Plätzen nach historischen Personen problematisch sein?
Nikolaos Savvidis

Ich fand die Geschichtswissenschaften schon immer total interessant.

Nikolaos Savvidis  – Bachelor
Nikolaos Savvidis

Wieso haben Sie sich damals für Ihr Studienfach entschieden?

Ich fand die Geschichtswissenschaften schon immer total interessant. Ich hatte Geschichte als LK im Abi und habe mich auch privat viel mit der griechischen Antike beschäftigt, weil ich das Gefühl hatte, dass es mich meiner Heimat Griechenland näherbringt. Und da ich mit der Idee liebäugelte, Lehrer zu werden, war es dann für mich sehr klar, in welche Richtung es gehen soll.

An welchen Stellen haben sich die Erwartungen an Ihr Studienfach erfüllt, an welchen nicht?

Ich hatte nicht wirklich Erwartungen an das Studium, vielmehr habe ich mich auf gewisse Sachen gefreut, wie z.B. historische Arbeit, die nicht an einem bestimmten Curriculum festgemacht ist. Das heißt im Klartext, dass ich in einem Semester über die Handelsbeziehungen des mittelalterlichen Brügges und Nürnberg lerne und dann im nächsten über Literatur des Nationalsozialismus. Was ich jedoch ein bisschen zu kurz für mich kam, ist die Geschichte von nicht-europäischen Kulturen im „Lehrangebot der Geschichtswissenschaften, die nicht so viel Kontakt mit der europäischen Kultur Kontakt hatte, wie z.B. süd(ost-)asiatische Kulturen.

Was macht Ihnen in Ihrem Fach am meisten Spaß?

Ich finde es faszinierend, durch die verschiedensten Quellentypen, sei es Texte, Bilder, oder aber auch Plastiken, in eine Welt einzutauchen, die unserer ganz fremd scheint und in einigen Hinsichten dann doch wieder gleicht. Der Blick in die Vergangenheit und das Aufarbeiten dieser sehe ich als eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft und auch wenn das vielen schwerfällt, fasziniert es mich persönlich Vergangenheit aufzuarbeiten.

Was war bisher die größte Herausforderung?

Die kurze Antwort: Das IPS! Die Lange: Tatsächlich das Lesen von älteren Quellen, ich rede hier nicht von Quellen auf Latein oder Altgriechisch, sondern mittelalterliche, „deutsche“ Quellen. Da kommt man auch schon als Native-Deutschsprecher ein bisschen ins Schwitzen.

Was wollen Sie einmal damit werden?

Ich werde mit meinem Abschluss tatsächlich „irgendetwas mit Medien“ machen. Ich habe während des Studiums diverse Praktika und Jobs im Bereich Social-Media und Online-Redaktion gemacht und fühle mich zusätzlich durch das Studium befähigt, Quellen kritisch zu hinterfragen und diese dann erfolgsorientiert aufzubauen.

Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, Ihr Fach zu studieren?

Ich würde wirklich jedem empfehlen, zumindest ein bisschen Latein zu verstehen. Man muss jetzt nicht der Überflieger sein, aber es hilft schon echt enorm im Studium. Vor allem wenn es um die römische Antike und das Mittelalter geht.

André Heckmann

Das eigenständige Arbeiten macht mir in meinem Fach am meisten Spaß. Sich auf ein Thema stürzen, was einen interessiert – das ist toll!

André Heckmann  – Bachelorstudent
André Heckmann
André Heckmann studiert im 2. Semester Geschichte. Sein angestrebter Abschluss ist der Bachelor of Arts, 2-Fach. Andrés zweites Fach ist Romanische Philologie Spanisch.

Wieso haben Sie sich damals für Ihr Studienfach entschieden?

Während der letzten beiden Schuljahre hat sich ein großes Interesse an Geschichte entwickelt, und es war für mich sofort klar, dass dieses Fach etwas für mich ist.

An welchen Stellen haben sich die Erwartungen an Ihr Studienfach erfüllt, an welchen nicht?

Meine größte Erwartung, welche wohl von vielen geteilt wird, dass ein großer Lese-Aufwand besteht, hat sich schon nach den ersten zwei Wochen bestätigt. Doch das liegt alles noch im Rahmen des Möglichen. Was mich überrascht hat, ist die anfängliche Integration der neuen Studierenden. Diese ist sehr gut durch Integrierte Proseminare (IPS) gelöst, indem man noch vieles in einem gewissen Kursverband macht. Das erinnert noch sehr an Schule, macht aber den Übergang zum Universitätsbetrieb viel einfacher.

Was macht Ihnen in Ihrem Fach am meisten Spaß?

Definitiv das eigenständige Arbeiten! Sich auf ein Thema stürzen, was einen Interessiert – das ist toll.

Was war bisher die größte Herausforderung?

Die Recherche von nicht-deutschsprachiger Literatur. Man hat natürlich einen Vorteil, wenn man mehrerer Sprachen mächtig ist.

Was wollen Sie einmal damit werden?

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer Universität und dann die eigenen Interessen erforschen und weitergeben.

Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, Ihr Fach zu studieren?

Man sollte sich bewusst sein, dass man viel lesen muss. Sonst könnte dieses Fach auch zur Tortur werden. Außerdem tut man sich mit regelmäßiger Vor- und Nacharbeit einen riesen Gefallen.

Studiengänge in diesem Fach

Archäologische Wissenschaften

  • ​Mit welchen wissenschaftlichen Methoden erschließt die Archäologie die materielle Hinterlassenschaft vergangener Kulturen?
  • Wie können Objekte und Monumente vergangener Kulturen analysiert und kulturhistorisch eingeordnet werden?
  • Welche Funktionen haben Objekte und Monumente in ihren jeweiligen Kulturen, und welche Rückschlüsse auf diese Kulturen und ihre Gesellschaften lassen sie zu?
  • Wie werden vergangene Kulturen erforscht und analysiert?

Studiengänge in diesem Fach

Klassische Philologie

  • Wie können klassische Texte re- und dekodiert werden?
  • Wie verlief die Rezeptionsgeschichte antiker Texte?
  • Welcher Einfluss der Texte untereinander ist zu erkennen?
  • Welche Ideen wurden (mit welchen sprachlichen Mitteln) ausgedrückt?
  • Wie haben sich die klassischen Sprachen entwickelt und verändert?

Es gibt Texte, bei denen man zunächst etwas ratlos ist, (...) Manchmal ertappe ich mich beim Lesen in der Rolle eines Detektivs, der gewissermaßen einen Fall aufzuklären hat.

Okan Keles,  – Master

Wieso haben Sie sich damals für Ihr Studienfach entschieden?

Ursprünglich habe ich lediglich den Master of Education angestrebt, da ich mir vorgenommen hatte, Lehrer zu werden. Im Laufe des Studiums habe ich jedoch Interesse an einen fachwissenschaftlichen Master bekommen.

An welchen Stellen haben sich die Erwartungen an Ihr Studienfach erfüllt, an welchen nicht?

Mir war es wichtig, in einem fachwissenschaftlichen Master mich eingehender mit Altgriechisch zu befassen; diese Möglichkeit wurde mir in meinem Studium gegeben. Außerdem habe ich die zahlreichen Blickwinkel kennenlernen können, aus denen man die lateinischen und griechischen Texte betrachten kann; es gibt nicht den einen Ansatz. Des Weiteren konnte ich mir in meinem Erweiterungsbereich II (den es nur im 1-Fach-Master of Arts gibt) jede beliebige Veranstaltung anrechnen lassen, die einen Bezug zum Fach hat. So konnte ich mir auch meine Teilnahme an Kursen zu modernen Fremdsprachen verbuchen lassen. Unterm Strich bin ich hochzufrieden mit meiner Entscheidung, das Fach zu studieren. Eine bessere Ausstattung wäre vielleicht erfreulicher gewesen, wenn man an zahlreiche online Lizenzen denkt. 

Was macht Ihnen in Ihrem Fach am meisten Spaß?

Die ganzen Aha-Momente beim Lesen. Es gibt Texte, bei denen man zunächst etwas ratlos ist, aber wenn man sich mit ihnen immer mehr beschäftigt, ergibt sich nach und nach ein Gesamtbild. Manchmal ertappe ich mich beim Lesen in der Rolle eines Detektivs, der gewissermaßen einen Fall aufzuklären hat.

Was war bisher die größte Herausforderung?

Einen Text auf Anhieb, ohne Literaturrecherche und aus dem Stegreif zu übersetzen und zu interpretieren. Aber mit etwas Übung schafft man das.

Was wollen Sie einmal damit werden?

Für’s erste ist es mir wichtig gewesen, ein fachwissenschaftliches Studium zu absolvieren. Alles weitere folgt. 

Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, Ihr Fach zu studieren?

Ich kann nur dazu raten, das Fach zu studieren, für das man sich am meisten begeistert. Ich bin davon überzeugt, dass wenn man in einer Sache gut ist, man die Kompetenzen, die man sich im Rahmen seiner Ausbildung erwirbt, auch in fachfremden Zusammenhängen einsetzen kann. Außerdem ist der Effort meiner Erfahrung nach dann groß, wenn man sich mit Dingen befasst, für die man sich am meisten interessiert. Also seid guten Mutes, und entscheidet euch für das, wofür ihr am meisten brennt!

Man bekommt Gelegenheit, sich kreativ zu entfalten, eigene Ideen zu entwickeln und den Umgang mit der Literatur und Kultur zu üben, die unsere Welt bis heute maßgeblich geprägt haben und es immer noch tun.

Felix Meinefeld,  – Bachelor

Wieso haben Sie sich damals für Ihr Studienfach entschieden?

Die Beschäftigung mit Sprache und das Erlernen von Fremdsprachen hat mich schon meine ganze Schullaufbahn begleitet. Gerade das Fach Latein hat mich bereits früh für Sprache begeistern können und mir beim Erlernen von Englisch und Spanisch immer sehr geholfen.

Nachdem ich ursprünglich etwas anderes studiert habe und damit nicht mehr zufrieden war, wollte ich dann wieder zu meinen Leidenschaften zurück: Latein (und Sport). Für mich war dann relativ schnell klar, dass ich in der Klassischen Philologie glücklich werden könnte, denn so richtig losgelassen haben mich die antike Welt und die lateinische Sprache nie.

An welchen Stellen haben sich die Erwartungen an Ihr Studienfach erfüllt, an welchen nicht?

Die Arbeit mit den Texten war so ziemlich, wie ich sie erwartet habe: Übersetzung, Interpretation, Diskussion, aber auch das Vokabel-Lernen und Grammatik-Pauken am Anfang des Studiums. Gerade die zum Teil produktive Auseinandersetzung mit den antiken Werken und ihrer Rezeption bis zur heutigen Zeit hat meine Erwartungen übertroffen.

Was macht Ihnen in Ihrem Fach am meisten Spaß?

Die Arbeit mit Literatur, das Tüfteln am lateinischen / griechischen Text sowie die ständige Auseinandersetzung mit Kulturphänomenen. Da die Klassische Philologie interdisziplinär geprägt ist, bieten sich ständig neue Möglichkeiten, andere Perspektiven anzunehmen und seinen Horizont zu erweitern.

Das Seminar für klassische Philologie an der RUB ist auch herausragend: Nette wie hilfsbereite Studierende und Dozierende bieten ein angenehmes Klima und ein sehr produktives Verhältnis zwischen Lehre und Lernen.

Was war bisher die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung ist wahrscheinlich das Vokabelpensum zu Beginn des Studiums. In den ersten zwei Semestern gab es da schon ziemlich viel zu lernen. Glücklicherweise entdeckte ich schnell für mich passende Lerntechniken, wie z.B. das (Vokabel-)Lernen mit der Lern-Software Anki, die mir an vielen Stellen das Leben erleichtert hat.

Natürlich stellen auch das Erlernen von Altgriechisch im Rahmen des Graecums sowie die stetige Lektüre im Studium gewisse Herausforderungen dar, welche aber auch gut zu meistern sind.

Was wollen Sie einmal damit werden?

Ich studiere mit dem Berufsziel Lehramt und möchte dann aller Voraussicht nach Lehrer mit den Fächern Latein und Sport werden. Aber wer weiß, welche Türen sich noch abseits der Schule öffnen.

Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, Ihr Fach zu studieren?

Die Klassische Philologie bietet unheimlich viel. Man bekommt Gelegenheit, sich kreativ zu entfalten, eigene Ideen zu entwickeln und den Umgang mit der Literatur und Kultur zu üben, die unsere Welt bis heute maßgeblich geprägt haben und es immer noch tun. Wenn man sich dafür begeistern kann und will, findet man dafür in Bochum sehr gute Gegebenheiten.

Es schadet nicht, von Anfang an einen Überblick darüber zu behalten, was man gegen Ende des Bachelors können sollte und sich im Laufe des ganzen Studiums schon mit den relevanten Texten beschäftigen. Das Studium ist ein Marathon und kein Sprint, wie man so schön sagt.

Ich kann davon abgesehen nur empfehlen, die vielen Angebote an der Uni wahrzunehmen. Von Sprachkursen bis Hochschulsport und Vernetzung unter Studierenden (z.B. innerhalb der Fachschaft) – das sind alles Dinge, die einem die Zeit des Studiums angenehmer und ertragreicher machen können.

Am meisten Spaß macht mir das Lesen und Übersetzen von antiken Texten. Insbesondere von Geschichtswerken und Epen. 

Vincent Seuberlich,  – Bachelor

Wieso haben Sie sich damals für Ihr Studienfach entschieden?

Aufgrund meiner Präferenzen aus der Schulzeit. Ich habe mich für die beiden Fächer entschieden, für die ich mich am meisten in der Schule interessiert habe. 

An welchen Stellen haben sich die Erwartungen an Ihr Studienfach erfüllt, an welchen nicht?

Was die Übersetzungskurse angeht, haben sich meine Erwartungen weitestgehend erfüllt. Allerdings hatte ich zu Beginn gar keine Vorstellungen, welche Fachgebiete hinsichtlich Überlieferungsforschung etc. noch an diesem Fach anhängen und wie vielfältig die Möglichkeiten sind. 

Was macht Ihnen in Ihrem Fach am meisten Spaß?

Das Lesen und Übersetzen von antiken Texten. Insbesondere von Geschichtswerken und Epen. 

Was war bisher die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung bisher war die konsequente Auseinandersetzung mit Sekundärliteratur für die Seminararbeiten. 

Was wollen Sie einmal damit werden?

Hoffentlich Lehrer.

Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, Ihr Fach zu studieren?

Meine Tipps wären: Möglichst viel lesen und vergleichen (vor allem im Original) und herausfinden, was einem Spaß macht, und nicht zu viel auswendig lernen. 

Es herrscht ein reger Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden sowie eine Offenheit gegenüber studentischen Ideen und Anregungen. 

Anna Maria Schröter,  – Bachelor

Wieso haben Sie sich damals für Ihr Studienfach entschieden?

Während meines Erststudiums haben mich historische Sprachstufen sowie Handschriftenkunde besonders interessiert. Das Fach Latein hat mir bereits in der Schule viel Spass bereitet, weswegen ich mich dazu entschieden habe, mein Wissen in diesem Bereich zu vertiefen und so noch stärker in die Bereiche Sprachgeschichte und Handschriften eintauchen zu können. Die Vorstellung eines Studiums der Antike, ihrer Sprachen und Literatur hat mich begeistert und motiviert, weswegen ich mich für die Klassische Philologie entschieden habe.

An welchen Stellen haben sich die Erwartungen an Ihr Studienfach erfüllt, an welchen nicht?

Meine Erwartungen haben sich vor allem darin erfüllt, dass ich einen vielseitigen Zugang zur antiken Literatur erhalten habe sowie einen differenzierten Blick auf ihre Sprache und Kontexte. Ein Bereich, in dem meine Erwartungen sogar übertroffen wurden, ist die Gemeinschaft unseres Seminars: Es herrscht ein reger Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden sowie eine Offenheit gegenüber studentischen Ideen und Anregungen. Auch wird man individuell im Lernprozess unterstützt und gut beraten. Nicht vollständig erfüllt hat sich dagegen meine persönliche Erwartung, dass ich nach einem länger zurückliegenden Latinum sofort wieder „drin“ bin. Ich musste feststellen, dass es Zeit braucht, um Sicherheit in Grammatik, Wortschatz und Übersetzungstechnik zu gewinnen. Das ist allerdings keine Enttäuschung, sondern eine wertvolle Erfahrung: Man darf und sollte sich Zeit geben, die eigenen Kompetenzen wieder aufzubauen und sich an das hohe, aber gewinnbringende Arbeitspensum zu gewöhnen.

Was macht Ihnen in Ihrem Fach am meisten Spaß?

Mir macht es viel Spaß, eigene Forschungsfragen zu den behandelten Texten zu entwickeln und im Seminar zu diskutieren. Besonders faszinierend finde ich, wie aktuell und relevant die antike Literatur in der heutigen Zeit ist. Gerade durch moderne Rezeption antiker Literatur wird für mich spürbar, wie wandelbar die Stoffe sind und wie neue Perspektiven auf antike Mythen entstehen können. Die Detailarbeit an den Texten begeistert mich ebenfalls sehr: Man entdeckt immer wieder neue sprachliche und stilistische Feinheiten, welche die Texte vielschichtig machen. Gerade beim Übersetzen wird das besonders deutlich – der Text ist dann wie ein Rätsel, das man Stück für Stück entschlüsselt, um der antiken Welt ein Stück näher zu kommen. Auch die Analyse der Überlieferungsgeschichte antiker Texte fasziniert mich sowie die Technik, aus Handschriften- oder Papyrifunden Texte für heutige LeserInnen aufzubereiten und den ursprünglichen Wortlaut wiederherzustellen.

Was war bisher die größte Herausforderung?

Die grösste Herausforderung war es, sich zu Beginn des Studiums in der Sprache wieder zurechtzufinden, da mein Latinum bereits einige Jahre in der Vergangenheit lag. Mit Übung und Durchhaltevermögen wird es aber schnell besser, und die Unterstützungsangebote unseres Seminars sind sehr hilfreich, gerade in der Anfangsphase des Studiums.

Was wollen Sie einmal damit werden?

Am liebsten wäre ich später in der akademischen Forschung und Lehre tätig, aber auch die Lehrtätigkeit an der Schule könnte ich mir gut als Beruf vorstellen. In beiden Fällen dürfte ich dem nachgehen, was mir am meisten Freude bereitet: Mit Menschen zu arbeiten und die Themen meiner Fächer zu vermitteln. Für meine Zukunft wünsche ich mir, meine Passion für die Klassische Philologie sowohl an Lernende heranzutragen als auch mit ihr in der Forschung interdisziplinär aktiv sein zu dürfen und diese voranzutreiben – zum einen, um das Verständnis der Vergangenheit der Sprache und Literatur zu vertiefen, zum anderen, um die Bedeutung dessen für die Gegenwart und Zukunft zu vermitteln.

Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, Ihr Fach zu studieren?

Es ist am Anfang völlig normal, dass man viele Vokabeln nachschlagen muss und die Texte nicht sofort versteht – das legt sich, aber es braucht Geduld und Übung. Gebt euch also selbst Zeit, euch in das Studium einzufinden und Routinen zu entwickeln. Habt auch keine Angst davor, Fragen zu stellen oder um Unterstützung zu bitten: Mit unseren StudienberaterInnen, den Tutorien und der Fachschaft gibt es viele Anlaufstellen, die euch beratend unterstützen. Die Klassische Philologie ist ein Fach, das viel Zeit fordert: Mit guter Organisation ist es aber machbar, und das Erfolgserlebnis ist umso grösser, wenn man merkt, wie man Fortschritte macht. Und ein letzter Tipp: Je öfter ihr antike Texte lest, desto schneller findet ihr euch nicht nur in der Sprache, sondern auch in den Kontexten zurecht. So findet ihr auch schneller heraus, was euch an der Antike begeistert – diese Begeisterung wird euer Antrieb sein, der euch auch durch anspruchsvollere Phasen im Studium trägt.

Am meisten Spaß macht mir das Übersetzen vom Deutschen ins Lateinische. Das ist eine Art und Weise mit der lateinischen Sprache zu arbeiten, die ich in der Schule nie kennengelernt habe. 

Carlotta Felderhoff,  – Bachelor

Wieso haben Sie sich damals für Ihr Studienfach entschieden?

Ich hatte das Glück, dass ich ab der 6. Klasse eine tolle Lateinlehrerin hatte, die für ihr Fach gebrannt hat. Vielleicht gerade deswegen hat mir zu Schulzeiten der Lateinunterricht schon immer am meisten Spaß gemacht. Sowohl das Dekodieren der Sätze als auch die Mythen, die im Unterricht behandelt wurden, gefielen mir. Außerdem hat mich die Struktur der lateinischen Sprache sehr fasziniert. Da ich in Zukunft gerne ins Lehramt gehen möchte, habe ich mit Deutsch und Latein zwei Fächer gefunden, die sich meiner Meinung nach optimal ergänzen und mir richtig Spaß machen.

An welchen Stellen haben sich die Erwartungen an Ihr Studienfach erfüllt, an welchen nicht?

In den einführenden Veranstaltungen wird das größte Augenmerk auf eine sehr gute Basis zum Übersetzen gelegt. Dabei werden alle Kasusfunktionen, Partizipialkonstruktionen, etc. bis ins Kleinste erklärt. Ich würde sagen, dass ich durch diese kleinschrittige Vorgehensweise einen Teil der Grammatik erst im Studium richtig verstanden habe. Vielleicht gerade dadurch, dass das Seminar der klassischen Philologie so klein und somit irgendwie familiär ist, wird man bei Fragen nie allein gelassen. Auch wenn man etwas mal nicht direkt beim ersten Mal verstanden hat, erklären die Lehrenden es einem geduldig noch einmal. Im Vergleich zu meinen Deutschkursen, ist das dort aufgrund der Menge an Studierenden nicht immer möglich. Vor allem als Ersti habe ich mich durch diese wertschätzende Art des Lehrens immer gut aufgehoben gefühlt. Das hat meine Erwartungen übertroffen. Außerdem habe ich in den ersten zwei Semestern einen sehr guten Überblick über die historischen Hintergründe in der Antike oder wichtige Herangehensweisen und Werkzeuge erhalten, um mit Texten wissenschaftlich zu arbeiten.

Was macht Ihnen in Ihrem Fach am meisten Spaß?

Am meisten Spaß macht mir das Übersetzen vom Deutschen ins Lateinische. Das ist eine Art und Weise mit der lateinischen Sprache zu arbeiten, die ich in der Schule nie kennengelernt habe. Ich finde, dass es mir persönlich nochmal einen ganz anderen Zugang zur Sprache ermöglicht.

Was war bisher die größte Herausforderung?

Eine große Herausforderung, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte, ist das Erlernen des Alt-Griechischen bzw. das Graecum. Eine fremde Sprache mit einem (für mich) bis dato unbekannten Alphabet innerhalb eines Jahres zu erlernen, ist/war für mich eine Herausforderung.

 

Was wollen Sie einmal damit werden?

Nach meinem Studium möchte ich gerne Lehrerin werden und meinen zukünftigen SuS die Begeisterung für die lateinische Sprache genauso gut vermitteln wie meine damalige Lateinlehrerin.

 

Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, Ihr Fach zu studieren?

Dranbleiben! Sowohl beim Übersetzen als auch beim Vokabeln lernen! Die Menge an Grundwortschatz wirkt erstmal viel, aber jeden Tag eine kleine Portion an Vokabeln macht das Ganze schon deutlich entspannter.

 

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